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28.01.2021 | 18.00 Uhr
Rat, 2. Sitzung
in 52388 N├Ârvenich, Neffeltalhalle

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FDP Ortsverband

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Ver├Âffentlichung | 24.07.2021

FDP: Braucht N├Ârvenich einen Klimaschutzmanager?

Mit Hilfe der Expertise aus Forst- und Landwirtschaft, aus Wissenschaft und Technik haben sich B├╝rgermeister, Rat und Verwaltung gemeinsam mit den B├╝rgerinnen und B├╝rgern der Gemeinde N├Ârvenich bisher aktiv im Klimaschutz engagiert. Die Gemeinde leistet damit einen beachtenswerten Beitrag zur Erreichung ambitionierter Klimaschutzziele des Landes und des Bundes. Doch in einer Kommune sind au├čer Klimaschutz noch viele weitere Aufgaben zu erf├╝llen, die Politik und Verwaltung vor gro├če finanzielle Herausforderungen stellen. Eine Kommune, die kein Geld hat und sich im St├Ąrkungspakt befindet, muss jede Ausgabe auf den Pr├╝fstand stellen. Das gilt auch f├╝r Personaleinstellungen. Sollte man zumindest meinen. Doch die CDU Fraktion im Rat der kleinen Gemeinde N├Ârvenich scheint das anders zu sehen und hat die Einstellung eines Klimaschutzmanagers beantragt.

Was aber ist ein Klimaschutzmanager ├╝berhaupt?

ÔÇ×Ein Klimaschutzmanager ist im Grunde nichts anderes als ein Werbebotschafter f├╝r umweltfreundliches Verhalten. Entsprechend gibt es auch kein festgelegtes Berufsbild oder eine Eignungsvoraussetzung. ÔÇŽ Die Stelle ist je nach Qualifikation in den Kommunen meistens in den Entgeltgruppen zwischen 10 und 13 eingruppiert (ca. 45.000-70.000 Euro Bruttogehalt je nach Entgeltgruppe und Stufe).ÔÇť (s. Fachzeitschrift ÔÇ×KommunalÔÇť 7/2020)

Der Reiz: Ein Klimamanager wird zu 80% ├╝ber zwei Jahre vom Land gef├Ârdert.

Der Haken: Nach zwei Jahren entf├Ąllt die F├Ârderung und die Gemeinde muss ihn fest auf eigene Kosten einstellen und zwar exakt als Klimamanager, nicht als Sachbearbeiter im Bauamt oder im Schulbereich oder sonst irgendwo in der Verwaltung.

W├Ąhrend also das N├Ârvenicher Bauamt unter immensen Arbeitslasten und gravierendem Fachkr├Ąftemangel ├Ąchzt, so dass immer mehr private Bauanliegen, f├╝r die beispielsweise ein Bauleitplanverfahren eingeleitet werden muss, in ihrer Bearbeitung ├╝ber Jahre hinausgeschoben werden m├╝ssen, fordern die Fraktionen (CDU/SPD/Gr├╝ne) im Gemeinderat einen Klimamanager. Wozu? Einmal abgesehen davon, dass wir uns eine solche Stelle nicht leisten k├Ânnen, was soll ein Werbefachmann in N├Ârvenich bewegen? Soll er nun die Aufgaben eines Ingenieurs ├╝bernehmen und bei Geb├Ąudesanierungen energietechnisch beraten? Kann er das ├╝berhaupt? Oder soll er vielleicht zuk├╝nftig die B├╝rgerinnen und B├╝rger bevormunden, wie sie ihre G├Ąrten anzulegen, zu bepflanzen und das Wasser zu rationieren haben? Oder dient er vielleicht nur als Wahlkampfma├čnahme? Mal ehrlich: Vertrauen wir, wenn es um unsere Umwelt geht, nicht vielmehr unseren Experten vor Ort? F├Ârster, G├Ąrtner, Landwirte, Lehrer, Techniker, Wissenschaftler und Ingenieure sind es doch, die professionell beraten und aufkl├Ąren und es bisher auch immer getan haben. Nicht zu vergessen die m├╝ndigen, verantwortungsbewussten B├╝rgerinnen und B├╝rger, die vorbildlich in Eigeninitiative eine umweltbewusste und nachhaltige Lebensgestaltung im Alltag pr├Ąsentieren. Sie alle sind f├╝r ihr Engagement zu w├╝rdigen. Doch sie alle wissen auch: Deutschlands Anteil an der Entstehung globaler Treibhausgase betr├Ągt 2% und die entscheidenden Ma├čnahmen, die einzig die massive Bedrohung unserer Umwelt, des Klimas und des Friedens abwenden k├Ânnten, k├Ânnen nur auf internationaler Ebene getroffen werden.

Deshalb liebe Christ-Demokraten: Lasst doch mal die Kirche im Dorf!

Ingola Schmitz

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