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29.01.2020 | 18.00 Uhr
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in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

22.01.2020 | 18.00 Uhr
Rat. 34 Sondersitzung
in 52379 Langerwehe BĂĽrgerhaus Pier

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29.01.2020 | 18.00 Uhr
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NEWS

Veröffentlichung | 20.01.2020

Eschweiler:BĂĽrgermeisterwahl 2020
Patrick Nowicki: „Ich will meine Kontakte nutzen“
Foto: MHA/Carsten Rose

ESCHWEILER. CDU und FDP bestimmen den parteilosen Patrick Nowicki nun auch offiziell zum BĂĽrgermeisterkandidaten. Vor den Parteimitgliedern gibt er sich als Mann, der Strukturwandel kann.

Der parteilose Patrick Nowicki ist jetzt auch offiziell der gemeinsame Bürgermeisterkandidat von CDU und FDP. 66 Mitglieder beider Parteien wählten den Zeitungsredakteur und Ex-Prinzen mit 59 Ja-, drei Enthaltungen und vier Nein-Stimmen (siehe Infobox). Die anwesenden 13 Liberalen stimmten alle für Nowicki. In der Städteregion war es die erste Versammlung von Christdemokraten und Liberalen dieser Art. „Das ist ein überragendes Ergebnis für jemanden, der nicht in einer Partei ist“, sagte der sichtlich erlöst wirkende Nowicki im Seehaus, der seine Nervosität vor, während und nach seiner gut halbstündigen Rede nicht verbergen wollte.

WofĂĽr Nowicki als Kandidat und potenzieller BĂĽrgermeister stehen will, ist im Folgenden zusammengefasst.

Ideen für die Innenstadt: Die Inde soll als „Markenzeichen“ und „Identifikationspunkt“ mehr ins Stadtbild rücken. „Gewässer locken Menschen in die Innenstadt“, sagte Nowicki. Der 49-Jährige will auch einen Plan für die Indestraße von Arbeitsamt bis Schlachthof erarbeiten, der mit Ideen von Stadtplanern, Geschäftsleuten und Anwohnern gefüttert werden soll.

Das Rathaus-Quartier empfindet Nowicki als mahnendes Beispiel, wie die Verwaltung künftig nicht mehr verfahren solle. Einerseits kritisierte er die Intransparenz gegenüber der Bürger, andererseits zeigte sich Nowicki nicht als Freund von „allein diktierenden“ Investoren, die in seinen Augen die letzte Option für Projekte dieser Tragweite seien. Kommune (als Grundstückskäufer), Rat und Bürger sollten gemeinsam an zukunftsweisenden Projektentwicklungen arbeiten.

Strukturwandel und Gewerbe: Eschweiler soll Teil der im Rheinischen Revier geplanten Internationalen Technologie- und Bauausstellung werden. „Dafür muss die Stadt neue Wege gehen für Eschweiler.“ Langfristig will Nowicki den Schwerpunkt auf innovative und nachhaltige interkommunale Gewerbegebiete legen, denn die Stadt könne den Strukturwandel nicht im Alleingang bewältigen. Um das zu schaffen, will Nowicki einen „zu guten“ Plan wieder aus der Schublade holen: das Camp-CO2-Zero im Propsteier Wald. Dafür gibt es bereits eine Absichtserklärung – aber eben nicht mehr. Darin ist von Start-Ups mit neuen Techologien die Rede, die an Forschungseinrichtungen gekoppelt einen Entwicklungsraum bekommen sollen.

Es seien aber nicht nur solche Visionen, die Potenziale für die Stadt birgen, findet Nowicki. Eschweiler habe mit dem Kraftwerkareal etwas zu bieten, „um das uns jede Kommune in NRW beneidet“: 1500 Hektar Industriefläche. Weisweiler soll ein „Ort der sicheren Energieerzeugung“ bleiben, nur nicht mit fossilen Brennstoffen, sondern mit „grünem, CO2-freiem Gas oder mit Wasserstoff“.

Die vielen Forschungseinrichtungen und die Hochschulen im Blick, will Nowicki seine Heimat als „starken Partner“ präsentieren, der „Wachstumsvisionen wahr werden“ lassen könne. „Dafür will ich meine Kontakte nutzen“, betonte Nowicki am Donnerstagabend. Jugend und Familien: „Jeder Euro, den wir in Betreuungsangebote, in Kitas und in Offene Ganztagsschulen stecken, ist gut angelegtes Geld“, hob Nowicki hervor. Damit folgt er dem Weg, den die Stadt schon länger unter Leitung von Rudi Bertram geht, denn die Stadt bezahlt nun das dritte Kitajahr bei den über Dreijährigen. Nowicki will aber noch einen drauf setzen: Die Betreuung in der Offenen Ganztagsschule soll „mittelfristig kostenlos“ werden.

Die Stadt soll nach Ansicht von Patrick Nowicki auch in anderer Hinsicht „Impulsgeber“ werden. Da er Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit nicht als Gegenpole versteht, fragte er in die politische Runde: „Warum erhalten Familien, die einen Altbau kaufen und energetisch sanieren, nicht einen Zuschuss? Das ist Nachhaltigkeit.“

Ehrenamt: Da die Anforderungen an die Freiwilligen immer weiter steigen, müsse eine Stadt „gegensteuern und mehr Hilfe anbieten“. Sein Vorschlag: VHS-Seminare zu Themen wie Vereinsrecht und Steuerfragen anbieten. „Ohne Ehrenamtler in der Stadt sind die Aufgaben der Zukunft nicht zu meistern.“

ÖPNV: Ein günstiges Stadtticket sei ein Muss. „2,80 Euro für eine Strecke von Hastenrath bis zum Eschweiler Bushof ist zu viel“, betonte Nowicki. „Zum Vergleich: In Düren zahlt man 1,50 Euro innerhalb des gesamten Stadtgebiets.“

KRITIK AUS EIGENER REIHE

Ratsmitglied Jörg Els wütend über Vorgehen

Als die CDU-Mitglieder die Möglichkeit hatten, sich zu dem einzigen Kandidaten zu äußern, sparte Ratsmitglied Jörg Els nicht mit Kritik an der Parteispitze. „Ich habe von dem Kandidaten aus der Zeitung erfahren. Ich war irritiert, wütend und enttäuscht“, sagte Els. „Wie kann man in der Zeit, in der die SPD bundesweit in einem Tief steckt, die CDU die stärkste Opposition in Eschweiler ist und der SPD bei der Wahl hier das Zugpferd Rudi Bertram fehlt keinen eigenen Kandidaten aufstellen?“ Es gehe darum, „CDU-Ideen voranzubringen“. Auch dass die CDU seine Mitglieder so lange im Dunkeln gehalten hat, echauffierte Els. Zustimmende Reaktionen auf die Äußerungen waren rar und verhalten. Els schlug Wilfried Berndt vor, der ablehnte.

CDU-Chef Thomas Schlenter reagierte: „Wir haben die Entscheidung mit breiter Mehrheit getroffen.“ Zuvor ließ CDU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Hendrik Schmitz keinen Zweifel daran, dass die Eschweiler Christdemokraten mit Nowicki „die richtige Entscheidungen“ getroffen hätten. „Es gilt hier nicht das Prinzip: erst die Partei, dann die Stadt – sondern andersherum.“ Daher sei Nowicki der Richtige. „Wenn einer als Prinz in Strumpfhosen durch die Stadt läuft, dann zeigt das doch, dass er kein abgehobener Verwaltungstyp ist.“

Stefan Schulze, nach dem Rücktritt von Christian Braune kommissarischer Vorsitzende der Stadt-FDP, sagte am Ende überzeugt, dass das Eschweiler CDU-FDP-Modell in Zukunft als „Blaupause für das Land NRW“ sein könnte, wenn es nach der Wahl im September Erfolg hat.

Nowicki hielt bei der gemeinsamen Versammlung von CDU und FDP eine energische Rede.

AZ / AN CARSTEN ROSE Redakteur

https://www.aachener-zeitung.de/lokales/eschweiler/patrick-nowicki-offiziell-zum-buergermeisterkandidaten-bestimmt_aid-48401967

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