Termine

24.09.2019 | 18.00 Uhr
Treffen der BI Wind
in Weisweiler-HĂŒcheln

29.08.2019 | 18.00 Uhr
Ausschuss fĂŒr Bau- und Planungsangelegenheiten, 34. Sitzung
in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

04.09.2019 | 18.00 Uhr
Ausschuss fĂŒr Kultur, Naherholung und Umweltangelegenheiten
in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

12.09.2019 | 18.00 Uhr
Haupt- und Finanzausschuss
in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

11.09.2019 | 18.00 Uhr
Ausschuss fĂŒr Jugend- und Sozialangelegenheiten,
in Rathaus der Gemeinde Langerwehe 52379 Langerwehe Sitzungszimmer

19.09.2019 | 18.00 Uhr
Rat.
in 52379 Langerwehe BĂŒrgerhaus Pier

31.08.2019 | 14.00 Uhr
Kreiswahlversammlung im Gaffel HĂ€usgen
in 52382 Niederzier-Hambach Große Forststr. 176

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NEWS

Veröffentlichung | 19.09.2019

Kreuzau sieht sich bei Pflegeplanung im Kreis DĂŒren benachteiligt
PflegeplÀtze: Kreuzau guckt in die Röhre.
Der Kreis ist statistisch betrachtet ausreichend mit PflegeplĂ€tzen. versorgt. Das gilt nicht fĂŒr jede Kommune.

KREIS DÜREN GrundsĂ€tzlich ist der Kreis DĂŒren ausreichend mit PflegeplĂ€tzen ausgestattet. Allerdings sind die PflegeplĂ€tze ungleich verteilt. Dies fĂŒhrt zu Diskussionen bei der Pflegebedarfsplanung. Einige Kommunen klagen ĂŒber den Mangel an PflegeplĂ€tzen in ihren Gemeinde- und Stadtgrenzen.

Vor allem Kreuzau ist betroffen, wo 176 vollstationĂ€re und 202 teilstationĂ€re PlĂ€tze statistisch betrachtet fehlen. Jetzt hat der Sozialausschuss des Kreises die Entscheidung erneut vertagt. Es bestehe noch Beratungsbedarf, hieß es. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Warum muss der Kreis eine Pflegebedarfsplanung beschließen?

Die Pflegebedarfsplanung reguliert das Angebot an PflegeplĂ€tzen. Dies geschieht, indem sowohl die Zahl der vorhandenen Angebote als auch die Bevölkerungsentwicklung betrachtet wird. Diese Planung ist verbindlich und legt fest, welche Neu- und Ausbauten von Einrichtungen ĂŒber das Pflegewohngeld öffentlich gefördert werden. Entscheidend soll sein, ob ein Bedarf besteht. Ein Beispiel: Bei der stationĂ€ren Pflege wird als Zielvorgabe eine Quote von 19 PlĂ€tzen auf 100 ĂŒber 80-JĂ€hrige statistisch gesehen. Diese Zahl richtet sich nach bundesweiten Statistiken. FĂŒr den Kreis DĂŒren wird bis Jahresende 2021 eine Quote von 19,6 erwartet. Darin sind alle bekannten AusbauplĂ€ne berĂŒcksichtigt. Auf den gesamten Kreis betrachtet, ist die Quote also erfĂŒllt.

Wieso kritisieren manche Kommunen die vorgelegte Planung?

Wenn man die Versorgungsquote kommunenscharf betrachtet, schneidet Kreuzau besonders schlecht ab. Dort fehlen statistisch 202 stationĂ€re PflegeplĂ€tze. Auch Merzenich (34), Aldenhoven (38), HĂŒrtgenwald (41), JĂŒlich (44) und Inden (37) melden Bedarf. Dagegen stehen in DĂŒren (145 ĂŒber Zielwert), Nörvenich (143) und Nideggen (188) PlĂ€tze deutlich oberhalb des Durchschnittsbedarfs zur VerfĂŒgung.

Die Gutachter argumentieren, dass BedĂŒrftige auch einen Pflegeplatz in einem Nachbarort nutzen können. Dies sehen manche BĂŒrgermeister und Kreistagspolitiker anders. Der Grund liegt auf der Hand und ist nicht nur ein psychologischer fĂŒr die Betroffenen, die ihren gewohnten Heimatort verlassen mĂŒssten: Die Gruppe der ĂŒber 80-JĂ€hrigen ist ein wirtschaftlicher Faktor, auch die Versorgung mit PflegeplĂ€tzen gehört zur infrastrukturellen Ausstattung einer Kommune.

Wie sollte die Lösung fĂŒr den Kreis DĂŒren aussehen?

Die Kreistagspolitiker wollten einen Passus beschließen, der es erlaubt, eine BedarfsbestĂ€tigung zu erteilen, wenn die Versorgungsdichte in einer Kommune „um mehr als 50 Prozent unter der durchschnittlichen Versorgungsdichte des Kreisgebiets“ liegt. Damit wĂ€re in Kreuzau ein geförderter Bau möglich. Dem schob aber das Landesministerium einen Riegel vor: Ein solcher Zusatz sei mit dem Alten- und Pflegegesetz nicht vereinbar.

Welche Möglichkeit bleibt?

Variabel ist der Betrachtungsraum. FĂŒr die derzeitige Planung ist der Kreis in eine Nord- und SĂŒdhĂ€lfte unterteilt, was ungefĂ€hr der Bevölkerungszahl entspricht. Legt man mehrere BetrachtungsrĂ€ume an oder verschiebt die Grenzen, Ă€ndern sich die Parameter. Von einer kommunenscharfen Planung rĂ€t der Gutachter aber ab und weist darauf hin, dass dies auch nicht im Sinne des Alten- und Pflegegesetzes sei.

Das Dilemma: Nur bei einer kommunenscharfen Betrachtung kann fĂŒr Kreuzau ein Bedarf nachgewiesen werden. Die Kreistagspolitiker hoffen nun, dass das zustĂ€ndige Landesministerium einen Weg aufzeigt.

VON PATRICK NOWICKI

https://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/kreuzau-sieht-sich-bei-pflegeplanung-im-kreis-dueren-benachteiligt_aid-45952485?utm_source





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